Wissen über Corona in Leichter Sprache

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Jürgen Dusel fordert: Barrierefreie Informationen für alle

Wer ist Jürgen Dusel?

Jürgen Dusel ist der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.
Etwas kürzer kann man dazu auch Bundes-Behinderten-Beauftragter sagen.
Er setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.

So sieht Jürgen Dusel aus:

Zeichnung von Jürgen Dusel in Anzug und Krawatte

Jürgen Dusel

Inga Kramer

Was fordert Jürgen Dusel?

Jetzt hat Jürgen Dusel über das Corona-Virus gesprochen.
Und über die Informationen zum Corona-Virus.
Jürgen Dusel fordert:
Barrierefreie Informationen für alle!

Er schreibt:

Seit Wochen reden alle  über Corona.
Aber:
Leider können nicht alle mitreden. 

Warum?
Weil sie die Informationen zum Thema Corona nicht verstehen können.
Es gibt zu wenig barriere-freie Informationen.
Also zum Beispiel zu wenig Informationen in Gebärden-Sprache.
Und zu wenig Informationen in Leichter Sprache.

Das ist oft so.
Aber im Moment ist es besonders gefährlich.
Denn:
Das Leben mit Corona ist eine Notfall-Situation.
Alle müssen Bescheid wissen.

Jürgen Dusel sagt:
" Barrierefreie Kommunikation sollte immer der Standard sein, aber besonders in außergewöhnlichen Situationen wie zum Beispiel beim Coronavirus muss sie oberstes Gebot sein.
Denn fehlende Informationen bedeuten eine konkrete Gefahr für die Menschen.
Weder die Bundesregierung noch nachgeordnete Behörden wie das Robert Koch-Institut, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellen aktuelle barrierefreie Informationen bereit - sei es in Erklärvideos oder bei Pressekonferenzen.
Der Einsatz von Gebärdensprachdolmetscher*innen und die Bereitstellung von Informationen in Leichter Sprache sollten jedoch Standard sein.
Das gilt auch für Anbieter von audiovisuellen Medien.“

Damit meint er:
Man braucht immer barriere-freie Informationen.
Es muss immer Informationen für alle Menschen geben.
Sodass alle Menschen sie verstehen können.
Also auch Informationen in Gebärden-Sprache.
Und Informationen in Leichter Sprache.

Es muss Erklär-Videos geben.
Und Leichte Sprache bei Presse-Konferenzen.
Und:
Diese Informationen müssen die Menschen rechtzeitig haben.
Nicht erst viel später.
So steht es auch in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
[Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention ist ein Vertrag.
In dem Vertrag geht es um die Rechte von Menschen mit Behinderung.]

Barriere-freie Informationen sind noch selten.
Dabei sollten sie normal sein.
Es sollte sie immer geben.
Im Fernsehen.
Im Radio.
Und im Internet.

Es gibt nicht genug Barriere-freie Informationen.
Was kann ich machen?

Jürgen Dusel sagt auch:
Man kann sich an die Schlichtungs-Stelle BGG wenden.

Was ist die Schlichtung-Stelle BGG?

Das BGG ist ein Gesetz.
Es heißt:
Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
In dem Gesetz steht:
Menschen mit Behinderung dürfen keine Nachteile haben.
Sie haben die gleichen Rechte wie Menschen ohne Behinderung.
Zum Beispiel auch:
Das gleiche Recht auf Informationen.
Auch auf barriere-freie Informationen.

Sind Sie ein Mensch mit Behinderung?
Bekommen Sie nicht genug barriere-freie Informationen?
Zum Beispiel zum Corona-Virus?

Dann können Sie sich bei der Schlichtungs-Stelle BGG melden.
Sie können eine E-Mail schreiben: www.schlichtungsstelle-bgg.de.
Die Menschen dort besuchen dann, eine Lösung für Ihr Problem zu finden.

Das hat Jürgen Dusel schon am 31. März 2020 gesagt.
Also vor fast einem Monat.
Leider gibt es immer noch nicht mehr Informationen zum Thema Corona in Leichter Sprache.
Darum machen wir diese Internet-Seite.

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